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Informationen: Dipl. theol. Ludger Plogmann: Der Wunsch nach Heilung...
Posté le Lundi, 17 Mars 2008 par DFS

Informationen

Der Wunsch nach Heilung und die Gefahr der Vereinnahmung –
Selbsthilfe zwischen Selbstbestimmung und Abhängigkeit von sektiererischen Gruppen

Vortrag zum Fibromyalgie - Informationstag am 23. September 2006 in Melle


Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst einmal möchte ich ihnen zu ihrem Jubiläum gratulieren. Fünf Jahre Selbsthilfe und Unterstützung. Eine Gruppe, die sich selbst helfen, die andere unterstützen will, das ist ein Grund zum Feiern und sicher auch zum Voraus- und Zurückschauen. Es geht an so einem Tag um Orientierung, um Unterscheidung, um Wegmarken. Und ich denke, in gewissem Sinn haben Sie mich ja auch aus genau diesem Grund eingeladen: Um einige „Duftmarken“ zu setzen in Bezug auf das unübersichtliche Feld des Glaubens- und Heilungsmarktes.

Frau Augstein hatte mich gebeten, weil immer wieder Gruppierungen und Menschen versuchen, Selbsthilfe zu vereinnahmen. So gibt es wiederholt unseriöse Angebote, die versprechen, dass man mit Sicherheit heil, gesund und schmerzfrei werden kann, dass man mit der Therapie X. oder der Meditationstechnik Y. garantiert Erfolg haben wird. Alle diese Angebote aber haben eines gemeinsam: Sie können eine wirkliche Heilung nicht garantieren.

Es gibt also Gruppen und Personen, die den Wunsch nach Heilung ausnutzen, die ihn unseriös bedienen. Die Motive sind dabei unterschiedlicher Natur: Der missionarische und gleichzeitig überdrehte Wunsch, andere mögen ihre Denk- und Glaubensweise übernehmen ist hier genauso zu finden, wie der Wunsch, mit Angeboten Geld verdienen zu wollen.

Im Internet habe ich beispielsweise zwei Abhandlungen gefunden, die vor „Abzockerei“ bei Noni-Saft und Aloe Vera warnen. Der überhöhte Preis von 50,-€ pro Liter für den tahitianischen Noni-Saft, kommt zustande, weil die Hoffnung auf Linderung bzw. Heilung mit ihm verbunden ist.

Dagegen kann man in einem Artikel lesen: „Noni ist lediglich als normales Lebensmittel zugelassen und hat keinerlei krankheitsbekämpfende Wirkung.“ Es scheint also etwas zu geben, einen Mehrwert in diesem Produkt, der Menschen dazu treibt, diesen Preis zu zahlen, so wie sie beispielsweise auch bereit sind, für bestimmte Sammelleidenschaften mehr zu zahlen, als den Materialwert. Was in diesem Fall mitgezahlt wird, ist die Hoffnung auf Heilung: Die gegen alle Vernunft und gegen allen gesunden Menschenverstand gebürstete Hoffnung, dass nun gerade dieser Saft gesund macht.

  An diesem Punkt existiert ein großes Einfallstor für Abzocker, falsche Propheten und Weltverbesserer und es ist letztlich auch einer der Gründe dafür, warum Selbsthilfegruppen hier so anfällig sind: Es geht um die Hoffnung auf Heilung.

Nun muss man sich das Ganze nicht so vorstellen, als wenn wir in Deutschland hunderte straff organisierter Gruppen hätten, die eine feindliche Übernahme dieses Heilungs-Marktes planten.

Vielmehr gibt es einige bekannte Gruppen und darüber hinaus existieren „mainstreams“, die sich im Denken vieler Anbieter wieder finden. Dabei vermischen sich immer mehr religiöse, weltanschauliche und kommerzielle Interessen und Denkweisen. Und die kleinen Anbieter werden immer mehr. In dem Maße, wie sich Religion verflüssigt und sich Medizin auch als Alternativmedizin definieren kann, wächst auch die Zahl der Erfinder und Anbieter auf dem Heilungsmarkt.

  Ich habe manchmal den Eindruck, wenn es um Krankheit und Glauben geht, dann geben viele Menschen ihren gesunden Menschenverstand an der Garderobe ab.

Und ich glaube, sie tun das, weil sie sich etwas wünschen, von dem sie wissen, dass sie es wahrscheinlich nicht oder nur in Teilen bekommen werden: Heilung.

Wenn es also um die Frage geht, wie ich mich am besten vor Vereinnahmung schützen kann, dann würde ich sagen: Benutzen sie als erstes ihren gesunden Menschenverstand!

Ich habe oft Menschen in der Beratung, die mir hinterher sagen: „Ja, eigentlich habe ich gespürt, gewusst, was sie mir jetzt gesagt haben, aber ich habe gehofft, dass es trotzdem hilft.“

Wenn man krank ist, ist man anfällig und tut Dinge, die man sonst vielleicht nicht täte. Das Beispiel Noni-Saft zeigt aber: Man kann wissen, dass es nicht hilft. Eigentlich muss man nur die Mitteilung auf den entsprechenden Web-Sites lesen.
Also tun Sie sich mit den 50,-€ lieber was Gutes. Das trägt mehr zur Heilung bei.

 
Ein Beispiel für einen organisierten Versuch ist das der Scientology-Organisation.

So berichtet beispielsweise Frau Wallrafen vom Deutschen Allergie- und Asthma-Bund von Bestrebungen der Scientology-Organisation, sich in Selbsthilfegruppen festzusetzen indem man, ohne Ross und Reiter zu nennen, sie ehrenamtlich unterstützte oder auch die Leitung übernahm. Sie spricht auch von Versuchen, an die vielseitig verwendbaren Stammdaten von Patienten zu kommen, indem man versprach, eine Mitgliederverwaltung und eine Spendendatei aufzubauen.

Ein Beispiel also, wie die Hoffnung, man wird unterstützt, geschäftsmäßig ausgenutzt und zudem noch pseudoreligiös verwertet werden kann.

Solche oder ähnliche Beispiele gibt es sicherlich viele. Ich möchte an dieser Stelle allerdings um eine realistische Sicht der Dinge werben. Diese Versuche haben nicht die Dimension eines groß angelegten Betruges und sie eignen sich auch nicht für Verschwörungstheorien. Gleichwohl: Sie passieren, aber eben in einem begrenzten Rahmen. Und sie sind immer schon passiert.

  Was sich in den letzten 50 Jahren massiv verändert hat ist die religiös-weltanschauliche Szene: Sie ist von einer relativ geschlossenen Einheit mit den großen Kirchen und einigen Glaubensgemeinschaften zu einem bunten Markt geworden, auf dem es neben der Seriosität derWeltreligionen auch viel „Selbstgestricktes“ gibt, bei dem man die Amateurhaftigkeit einige Meter gegen den Wind riechen kann.

Einiges ist seriös, manchmal sind aber auch Dinge im Spiel, die alles andere als gesund sind: Zum Beispiel Forderungen mit Blick auf Finanzen, Unterordnung unter einen alles bestimmenden Führer oder die Hoffnung auf eine andere Wirklichkeit. Extrembeispiele sind die Sonnentempler, die 1994, die Davidianer von Waco, die 1993 und die japanische Aum-Sekte, die 1995 tödliche Szenarien produzierten. 

Diese Fälle sind Ausnahmen. Und ich nenne sie nicht, weil ich Angst schüren will, sondern, weil ich deutlich machen will, wie weit Menschen sich verführen lassen können.

  Das eigentliche Problem steckt für mich mehr in dem alltäglichen Wahnsinn,
in den alltäglichen kleinen Verführungen.

Man kümmert sich um mich. Man ist um mich besorgt. Man weiß, was gut für mich ist. Man sagt mir, mit wem ich reden muss. Man regelt die Dinge für mich. Man hat mich fest in ein System integriert…. So oder ähnlich laufen Prozesse ab, die in Zeiten der Verunsicherung, der Hoffnungslosigkeit Personen mit unterschiedlichen Zielen zusammen bringen: Zum Beispiel eben jemanden, der sich nichts sehnlicher wünscht als gesund zu werden und jemand, der für sich Macht, Erfolg, Anerkennung sucht oder der ganz einfach nur die Welt verbessern will.

 Deshalb ein weiterer Punkt:

Schauen sie bei weltanschaulichen Angeboten und besonders bei Heilungsangeboten, die weltanschaulich oder religiös geprägt sind immer danach, wie realistisch sie sind.

Auch hier gilt, man riecht manchmal schon von weitem, wie unseriös manche Dinge sind. Oder würden Sie beispielsweise davon ausgehen, dass ein Informatiker und Freidenker mit einer angeblich aus Amerika stammenden Methode namens Medizinrad wirklich eine persönliche Heilung und auch noch die Heilung der Erde erreichen kann?

Was man vielleicht bekommt, ist Zuwendung und Wärme. Die Methode selbst würde ich eher der Scharlatanerie zurechnen. Und eine Ausbildung für ein medizinisches Problem ist das sicher auch nicht.

 
Mit den Veränderungen der letzten Jahr-zehnte im medizinischen und im religiös-weltanschaulichen Bereich hat auch die Esoterik Einzug gehalten. Neben den klassischen esoterisch geprägten Systemen wie der Anthroposophie, dem Rosenkreuzertum oder der Theosophie finden wir heute einen riesigen Markt der so genannten „Gebrauchsesoterik“.

Immer geht es um ein altes, verschüttetes  Wissen, welches jetzt gehoben wurde, oft nur wenigen vorbehalten, aber welches jetzt der Menschheit zu ihrem Fortschritt und auch zu ihrer Heilung mitgeteilt wird. Gleichzeitig hat es einen Paradigmenwechsel in der Wissenschaft gegeben, der zu einer neuen Weltsicht und zu einem neuen, umfassenden, ganzheitlichen Denken geführt hat, welches jetzt die Welt retten wird, wenn wir uns auf diese Erkenntnisse und Forderungen einlassen.

Letztlich kann ich mit meinem neuen Bewusstsein Macht über Dinge bekommen: Über Körper, Krankheit und Gesundheit. Und ich kann sie beeinflussen, so ähnlich, wie das beispielsweise bei den sicherlich bekannten Voodoo-Kulten der Fall  ist: Wenn ich hier piekse, tut’s da hinten weh.
Diese im Kern magischen Vorstellungen finden wir in letzter Zeit immer öfter in Angeboten auf dem weltanschaulichen Markt. Die Dinge bekommen einen Automatismus und ich kann mich als Person aus diesem Prozess verabschieden.

Besonders bei esoterischen Angeboten ist das so. Übersetzt in die esoterische Sprache lautet das zum Beispiel: Es wirkt, man kann es nicht erklären, aber es wirkt. Und falls es dann doch Erklärungen gibt, handeln die in der Regel von versteckten Kraftorten und kosmischen sowie Körperenergien.

Ich will hier nicht pauschal gegen die Esoterik wettern. Als katholischer Theologe lehne ich sie als weltanschauliches System zwar ab, habe aber gleichwohl Respekt vor jedem, der sich nach eingehender Prüfung dafür entscheidet.

 Wenn ich den Kern meiner Kritik beschreiben soll, würde ich sagen: Es ist ein Selbsterlösungssystem, in dem das Göttliche in den Menschen hineinverlagert wird, in dem die Welt und der Himmel verschmelzen und in dem die Materie zu Gunsten des Geistes aufgegeben wird bzw. untergeordnet wird. Der Geist entzieht sich dem Körper. Ein schöner Gedanke, aber so einfach ist es eben nicht.

Mit den klassischen esoterischen Systemen muss man sich sicherlich ernsthaft auseinandersetzen. Sie haben eine gewisse Plausibilität.

Aber sie sind es auch nicht, die ihnen in Selbsthilfegruppen oder in manchen Heilpraktikerpraxen entgegen kommen.

Was man da geboten bekommt ist allenfalls ein Abklatsch, eine billige Kopie oder Übersetzung von ehemals brillanten Gedanken.

Wenn Sie sich hier einen Überblick verschaffen möchten, empfehle ich das Buch der Stiftung Warentest: „Die andere Medizin“. In diesem Buch, welches nicht nur esoterisch geprägte Angebote prüft, finden sich eben auch diese Therapien wieder, die zwar teuer sind, aber leider nichts taugen. Dass Menschen, die von solchen Ansätzen überzeugt sind, Selbsthilfegruppen als wichtige Multiplikatoren ansehen, dürfte einsichtig sein.

Mein Eindruck ist, dass gerade von diesen oft nicht bis ins letzte reflektierten, oft „selbst gestrickten“ Therapieansätzen mit manchmal charismatischen und engagierten Menschen die größten Probleme ausgehen.

Deshalb ist es aus meiner Sicht wichtig, die Seriosität von Therapien und Behandlungsmethoden zu prüfen, bevor  man sich in irgendwelche Kontakte oder Anwendungen stürzt.

Ich stelle Ihnen jetzt noch einen relativ weit verbreiteten Klassiker in der Heilungsszene vor, bei dem die medizinische und die religiöse Komponente eng miteinander verbunden sind: Es sind die Bruno-Gröning-Freundeskreise.

Gröning war ein Heiler in dem 50er Jahren, der angebliche Heilungserfolge vorweisen konnte. Nach seinem Tod 1959 entstanden die so genannten Bruno-Gröning-Freundeskreise, die sich zur Aufgabe machten, Grönings Botschaft weiter zu tragen und ihn zu einem zweiten Jesus hoch zu stilisieren. Sie lautet etwas verkürzt: Es gibt kein unheilbar. Jeder wird sein eigener Arzt.

Man verspricht zum Teil unrealistische Heilungen und begründet sie pseudoreligiös. Mit der Methode Bruno Grönings zum Beispiel lassen sich angeblich nicht nur die üblichen Krankheiten heilen, sondern auch Krebs, Aids usw. Und man versucht auch noch vollmundig, das wissenschaftlich zu begründen.

Der von Gröning entdeckte Heilsstrom bringt hier vollkommene Linderung und Heilung. Und das Schöne ist: Die Heilung ist planbar. Sie ist kein Geschenk, sondern, wenn Sie nur genug glauben, wenn Sie sich genau nach den Vorgaben richten, dann tritt Heilung automatisch ein.

 Das Problem: Wenn die Heilung nicht eintritt, liegt es an Ihnen, ist es selbst verschuldet. Sie haben dann nicht genug oder nicht richtig geglaubt.

Dass solche Versprechungen Eindruck machen, ist ebenfalls nachvollziehbar.
Aber genau so ist die innere Verzweiflung zu spüren, die Menschen ergreift, wenn diese Form des Heilungsversuchs fehlschlägt. Oft finden sie sich dann bei uns in der Beratung wieder.

In wie weit diese Freundeskreise konkret bei Selbsthilfegruppen Werbung machen, kann ich nicht sagen. Einen Hinweis darauf habe ich nicht. Aber ich denke, dass sie hier ein mögliches Muster geliefert bekommen haben, wie solche „Angriffe“ aussehen können.

Dann möchte ich Ihnen noch einen Kriterienkatalog an die Hand geben, der von Michael Nüchtern, dem ehemaligen Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen stammt und den er in seinem lesenswerten Buch „Medizin-Magie-Moral“ veröffentlicht hat.

Er nennt folgende Kriterien für die Überprüfung von Therapien, von denen ich den Eindruck habe, dass man diese Kriterien genau so auf die Wünsche und Anliegen legen kann, die Selbsthilfegruppen manchmal angetragen werden.
Wenn Sie Therapie durch Gruppe und Therapeut durch Leiter ersetzen, sind Sie mitten in Ihrer „Szene“.


Nüchtern schreibt:

1.     Welches Menschenbild ist in der Therapie erkennbar?

Aus christlicher Perspektive ist entscheidend, wie in der Therapie die Leiblichkeit des Menschen gesehen wird.
Herrscht in der Therapie ein Machbarkeitsglaube, der die Endlichkeit und Begrenztheit des Menschen ausblendet?

Wird so getan, als könne Lebenssinn gemacht und hergestellt werden, wo er doch vielmehr erfahren, gefunden oder entdeckt wird?

Gibt es in der Therapie eine prinzipielle Abwertung von Leiden, Schmerz und Behinderung als „böse“ oder „selbstverschuldet“, so dass Erfahrungen von der Würde des Leidens ausgeschlossen werden?

Wird jedes mitmenschliche Moment therapeutisch funktionalisiert oder lässt die Therapie Raum für menschliche Begleitung und Nähe außerhalb therapeutischer Maßnahmen, für menschliche Zuwendung, die nicht Therapie, sondern Solidarität ist?


2.     Welche Auffassung vom Therapeuten ist erkennbar?

Ist er Führer, Meister oder Medium von Kräften und Energien – und muss er deswegen für die Folgen seines Handelns auch keine Verantwortung übernehmen – Dipl. theol.oder fehlbarer und verantwortlicher Mensch wie alle anderen?

 

3.     Kann die therapeutische Methode durch Misserfolge in Frage gestellt werden oder liegen die Misserfolge prinzipiell an der Uneinsichtigkeit oder mangelnden Kooperation des Patienten?

Behauptet die Therapie, über Mittel gegen jedes Leiden zu verfügen, forscht sie über Risiken, Nebenwirkungen und weiß sie darum, dass manchmal Therapeuten mehr schaden als nutzen?

Es kann hilfreich sein, sich bei Beginn der Therapie mit dem Therapeuten ein Therapieziel zu überlegen, bei dessen Erreichen – bzw. Nichterreichen in einem bestimmten Zeitraum – man die Therapie beendet bzw. abbricht.

 

4.     Kann ich die Therapie anwenden, ohne mich von der (z. B. magischen) Weltanschauung, die hinter der Therapie steht, im Alltag beherrschen zu lassen?

Kann ich z. B. bei sog. Körpertherapien Übungen vom Überbau trennen und etwa Tai-Chi als Form von Gymnastik betreiben?

 

5.     Welche Bedürfnisse suche ich bei der Therapie zu befriedigen, oder welche Bedürfnisse befriedigt die Therapie bei mir?

Geht es um Gesundheit oder um etwas anderes, z.B. menschliche Nähe und soziale Kontakte, Erlebnisse oder Sinnerfahrung? Ist die Therapie der angemessene Ort für die Befriedigung der Bedürfnisse?


Mir scheint, dass Sie mit diesen Fragen ganz gut gewappnet sind gegen so einiges Unseriöse oder vielleicht sogar Kriminelle.

Und mir scheint es wichtig zu sein, sich vor Augen zu führen,
dass Heilung seine Grenzen hat.

Es gibt heute immer noch ein Unheilbar. Wer etwas anderes behauptet, lügt. Therapie und Heilung haben ihre Grenzen. Wenn man sie mit weltanschaulichen Themen vermischt, kann daraus ein gefährlicher Brei werden.

Heilung ist nicht machbar.

Wir sind als Menschen begrenzt. Aber wir sind mehr als wir manchmal meinen zu sein. So erschließen sich immer wieder neue Lebensperspektiven innerhalb unserer Begrenzungen, die uns erfüllen können. Aber diese Perspektiven sind letztlich nicht käuflich oder herstellbar.

Das Glück fällt zu.

Die religiöse Sprache sagt hierzu nicht „Zufall“, sondern redet von „Gnade“ oder „Segen“.

 
Danke für Ihre Aufmerksamkeit!



Autor:

Dipl. theol. Ludger Plogmann
Beauftragter für Sekten und
Weltanschauungen im Bistum Osnabrück

Wir danken Herrn Plogmann für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung. DFS e.V.


 

 

 





Dipl. theol. Ludger Plogmann: Der Wunsch nach Heilung...

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